Das Unternehmen und seine Geschichte – DIE HISTORIE VON ROLEX

Der Status von Rolex und die einzigartige Identität der Uhrenmarke ergeben sich in direkter Linie aus einer Geschichte, die von Innovation aus Leidenschaft und dem beständigen Streben nach Exzellenz geprägt ist. Diese Geschichte ist eine faszinierende Abfolge von Pionierleistungen, in denen sich uhrmacherisches, industrielles und menschliches Abenteuer vereinen. Sie hängt eng zusammen mit der Geschichte der Oyster, der ersten wasserdichten Armbanduhr. 1926 präsentiert, ist sie im Laufe der Jahre zur tragenden Säule einer Kollektion legendärer Armbanduhren geworden, die in puncto Renommee und Wiedererkennungswert weltweit ihresgleichen suchen.

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HANS WILSDORF, CIRCA 1942 ©Rolex

HANS WILSDORF – GENIE UND VISIONÄR

Der Erfolg von Rolex ist eng verbunden mit dem einzigartigen Unternehmungsgeist seines Gründers Hans Wilsdorf (1881–1960). Mit seiner visionären Begabung und seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, alle Tätigkeitsbereiche abzudecken – Technik, Kommunikation, Organisation, Vertrieb –, hat er im Laufe von mehr als fünfzig Jahren an der Spitze des Unternehmens die Grundlage für eine Erfolgsgeschichte geschaffen, die nicht nur exzeptionelle Armbanduhren, sondern auch eine Uhrenmarke ohnegleichen hervorbrachte. Auch heute noch wird das Unternehmen von seiner Persönlichkeit und seinem Werk inspiriert – eine unerschöpfliche Quelle nicht zuletzt für die Unternehmenskultur. Sowohl die Ästhetik und die Grundzüge eines Produkts, das seinen Ursprüngen treu geblieben ist, als auch die Fähigkeit von Rolex, aus seinem reichen Erbe zu schöpfen, um unablässig neue Zukunftsprojekte in Angriff zu nehmen, tragen seine Handschrift.

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ORIGINAL ROLEX ZERTIFIKAT, 1908 ©Rolex

Die Geschichte von Rolex begann Anfang der 1900er-Jahre. Die ersten Schritte in der Welt der Uhrmacherkunst tat der gebürtige Bayer Hans Wilsdorf im schweizerischen La Chaux-de-Fonds. Zu einer Zeit, als Taschenuhren die Norm waren, erkannte er, welche Bedeutung der Armbanduhr in dem gerade beginnenden 20. Jahrhundert zukommen sollte, auch wenn es noch an Präzision fehlte und sie als eher feminin anmutendes Schmuckstück wahrgenommen wurde.
Hans Wilsdorf sah voraus, dass die Armbanduhr für Männer wie für Frauen im Alltag praktisch unentbehrlich werden würde. Vorausgesetzt, er konnte den Nachweis erbringen, dass sie ganggenau, wasserdicht, robust und zuverlässig sein konnte. Es war ihm gegeben, die heutige Realität vorwegzunehmen und dazu beizutragen, die Armbanduhr zu dem Referenzobjekt zu machen, das sie nun ist.

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FIRMENSCHILD WILSDORF & DAVIS, 1905 ©Rolex

CHRONOMETRISCHE PRÄZISION UND ABSOLUTE WASSERDICHTHEIT

Hans Wilsdorf ließ sich in London nieder, der damals wichtigsten Wirtschafts- und Finanzmetropole der Welt, und gründete 1905 mit seinem Partner die Firma Wilsdorf & Davis. Sie war darauf spezialisiert, in Großbritannien und im gesamten britischen Empire Armbanduhren zu vertreiben, deren Komponenten von Schweizer Partnern hergestellt wurden, die wegen ihres Know-hows ausgesucht worden waren. Darunter auch die Firma Aegler in Biel – die später zur Manufacture des Montres Rolex S.A. wurde. Sie allein war in seinen Augen zu jener Zeit in der Lage, die Uhrwerke zu fertigen, die er für seine Armbanduhren benötigte: von geringer Größe und gleichzeitig ganggenau. Hans Wilsdorf verfolgte die rasante Entwicklung im Sport- und Freizeitbereich und wollte noch skeptischen Publikum beweisen, dass Armbanduhren und chronometrische Präzision zueinanderpassen.

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ERSTER PRÄZISIONSGANGSCHEIN, 1910 ©Rolex

Sein Streben in diesem Bereich führte sehr bald zu aufsehenerregenden Erfolgen. 1910 erhielt eine Rolex Armbanduhr von der schweizerischen Prüfinstanz für Uhrgangkontrollen in Biel das weltweit erste offizielle Chronometerzertifikat für Armbanduhren. Vier Jahre später, im Jahre 1914, verlieh das berühmte britische Kew-Observatorium einer Rolex als erster Armbanduhr den Präzisionsgangschein der Klasse A, eine Auszeichnung, die bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Marinechronometern vorbehalten war. Es war also der Nachweis gelungen, dass Armbanduhren und chronometrische Präzision kein Widerspruch sein mussten. Nun galt es, sich der nächsten Herausforderung zu stellen. Die Genauigkeit der Armbanduhren konnte nämlich stark beeinträchtigt werden, wenn die Gehäuse nicht wasser- und staubdicht waren. Hans Wilsdorf setzte nun seinen Unternehmungsgeist und all seine Energie daran, eine absolut dichte Armbanduhr zu entwickeln.

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ERSTER PRÄZISIONSGANGSCHEIN DER KLASSE A, 1914 ©Rolex

DIE ERFINDUNG DES NAMENS „ROLEX“

Gleichzeitig erahnte Hans Wilsdorf die Bedeutung des Markenkonzepts, und so erfand er 1908 den Namen „Rolex“ als Signatur für seine Kreationen. Er ließ sich dabei von Kriterien leiten, die auch heute noch erstaunlich modern klingen. Der Name sollte folgende Bedingungen erfüllen:

  • kurz, maximal fünf Buchstaben
  • in allen Sprachen leicht auszusprechen
  • wohlklingend
  • leicht zu behalten
  • harmonisch auf das Zifferblatt und das Uhrwerk der Armbanduhr aufzubringen




UNTERNEHMUNGSGEIST OHNE GRENZEN

1919 verließ Hans Wilsdorf England und ließ sich in der Schweiz, in Genf nieder, wo er 1920 die Firma Montres Rolex S.A. gründete. Diese Entscheidung brachte es mit sich, dass er sich nun in größerer Nähe zu seinem Lieferanten in Biel befand und so die Zusammenarbeit optimieren konnte. Die internationale Ausstrahlung der Stadt, die selbst auf eine sehr alte Uhrmachertradition zurückblickte, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle bei seinem Entschluss.

DIE OYSTER – DIE ERSTE WASSERDICHTE ARMBANDUHR

1926 wurden die Bemühungen von Hans Wilsdorf in puncto absoluter Dichtheit mit der Entwicklung der Rolex Oyster von Erfolg gekrönt. Die erste wasserdichte Armbanduhr der Welt besaß ein geniales patentiertes System: Lünette, Gehäuseboden und Aufzugskrone waren mit dem Mittelteil hermetisch verschraubt, was einen optimalen Schutz des Uhrwerks gewährleistete.

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Rolex first Oyster cushion shaped, die erste wasserdichte Armbanduhr. 1926 präsentiert, ist sie im Laufe der Jahre zur tragenden Säule einer Kollektion legendärer Armbanduhren geworden. ©Rolex

Die Riffelung der Lünette wie auch des Gehäusebodens hatte einen funktionalen Hintergrund. Sie diente zur Verschraubung der Komponenten mit dem Mittelteil mithilfe eines von Rolex entwickelten Spezialschlüssels. Dadurch erhielt die Uhr ihr typisches Erscheinungsbild und ihren einzigartigen Charakter. Heute wird die Lünette der Oyster nicht mehr mit dem Gehäuse verschraubt. Bei einigen Modellen ist sie als Reminiszenz an das Originalmodell von 1926 jedoch weiterhin mit der charakteristischen Riffelung versehen.

Dank der Oyster und ihrem völlig neu konzipierten, wasserdichten Gehäuse fand Rolex auf direktem Wege Aufnahme in die Geschichte der Uhrmacherkunst. Mit seinem erwiesenen Know-how und seinem ausgeprägten Kommunikationstalent legte Hans Wilsdorf den Grundstein für die Entwicklung von Rolex.

DIE ENTSTEHUNG DES TESTIMONIALKONZEPTS

1927 fand das kreative Kommunikationsgenie des Hans Wilsdorf Ausdruck in einer spektakulären Idee: Er wollte die Oyster einer „Feuerprobe“ unterziehen und so ihre Qualitäten prüfen. Und auf diese Weise Know-how und Kommunikation miteinander verbinden. In jenem Jahr durchquerte die junge englische Schwimmerin Mercedes Gleitze den Ärmelkanal mit einer Oyster. Als sie nach mehr als zehn Stunden aus dem Wasser stieg, funktionierte die Uhr immer noch perfekt. Um diese Meisterleistung zu feiern, setzte Hans Wilsdorf eine ganzseitige Anzeige auf die Titelseite der Zeitung Daily Mail und verkündete darin den Erfolg der wasserdichten Armbanduhr und damit den Anfang des „Triumphzuges der Rolex Oyster um die ganze Welt“.

DAILY MAIL, 1927 ©Rolex
DAILY MAIL, 1927 ©Rolex

Damit war das Konzept der Testimonials geboren, es war der Beginn einer dauerhaften fruchtbaren Beziehung zwischen Rolex und herausragenden Persönlichkeiten, die mit den von ihnen erbrachten Leistungen die Exzellenz der Rolex Uhren „bezeugen“. Diese privilegierten Verbindungen entwickelten sich dann in so unterschiedlichen Bereichen wie Erforschung und Entdeckung, Sport und Kultur. Und sie beruhten auf einem sehr starken Vertrauensverhältnis zwischen der Marke und ihren Testimonials.

DER PERPETUAL-ROTOR

Nach der chronometrischen Präzision und der absoluten Wasserdichtheit widmete sich Hans Wilsdorf dem dritten Qualitätsträger der Oyster: dem Automatikmodul. Solange die Armbanduhr täglich mit der Hand aufgezogen werden musste, war es auch notwendig, ihre Krone aufzuschrauben, was ihre Dichtheit und damit ihre Genauigkeit beeinträchtigen konnte. 1931 entwickelte Rolex den ersten rotorbetriebenen Selbstaufzugsmechanismus für Armbanduhren, den Perpetual-Rotor – Vorläufer der heutigen Selbstaufzugssysteme.

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ERSTE OYSTER PERPETUAL-ROTOR, 1931 ©Rolex

Diese Innovation bestand in einer Schwungmasse, die in beide Richtungen frei um die eigene Achse rotierte. Das Uhrwerk wurde allein durch die Bewegungen des Handgelenks ständig aufgezogen. Mit dem Perpetual-Rotor gehörte nun der Handaufzug der Vergangenheit an und der Träger der Armbanduhr war von einer lästigen Pflicht befreit.

ROLEX KRONE UND ROLESOR

In den 1930er-Jahren entstanden zwei weitere Eckpfeiler der Rolex Identität. 1931 wurde die Rolex Krone, Markenlogo und -symbol par excellence, registriert. Sie erschien in den 1930er-Jahren zum ersten Mal auf dem Zifferblatt der Rolex Armbanduhren und zu Beginn der 1950er-Jahre dann auf der Aufzugskrone. Sie ersetzte damals nach und nach den 12-Uhr-Index auf den Zifferblättern.

1933 wurde der Name Rolesor eingetragen, der die Verbindung von zwei verschiedenen Materialien bei Rolex Armbanduhren bezeichnet: Gold und Edelstahl. Diese Kombination, die bei Rolex bereits in den 1920er-Jahren verwendet wurde, ist zu einem der ästhetischen Erkennungsmerkmale der Marke geworden.

LUXUSUHREN

In den 1940er- und 1950er-Jahren kreierte Rolex prestigeträchtige Uhrenmodelle, die von einflussreichen Persönlichkeiten getragen wurden und sehr rasch zu zeitlosen Klassikern der Oyster Kollektion werden sollten.

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ERSTE DATEJUST, 1945
©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Im Jahre 1945 wurde die Oyster Perpetual Datejust vorgestellt, die weltweit erste automatische und wasserdichte Armbanduhr mit Chronometerfunktion, die das Datum in einem Fenster auf dem Zifferblatt anzeigte. Die Datejust, ausgestattet mit dem speziell zu diesem Anlass entworfenen Jubilé-Band, eine sehr vornehme, mit ihrer geriffelten Lünette unverwechselbare Uhr, war das Ursprungsmodell der Oyster Kollektion. Sie war ursprünglich als Herrenuhr gedacht, kam ab dem folgenden Jahrzehnt aber auch in verschiedenen Ausführungen als Damenuhr auf den Markt.
1956 präsentierte Rolex die Oyster Perpetual Day-Date, die erste Armbanduhr, die nicht nur das Datum, sondern auch den voll ausgeschriebenen Wochentag in einem Sichtfenster auf dem Zifferblatt anzeigte. Die nur in Platin oder in 18 Karat Gold erhältliche Uhr war von Beginn an mit einer Zykloplupe auf dem Uhrglas ausgestattet, die das Ablesen des Datums erleichterte. Diese Innovation, ein weiteres Erkennungsmerkmal der Rolex Armbanduhren, wurde später auf sämtliche Modelle der Oyster Kollektion mit Datumsanzeige übertragen. Die Day-Date mit ihrem ursprünglich exklusiv für sie entwickelten Präsident-Band ist auch heute noch die Armbanduhr par excellence von einflussreichen Persönlichkeiten.

DIE WELT ALS VERSUCHSFELD

Seit der Entwicklung der Oyster im Jahre 1926 hat Rolex die Welt regelrecht als Versuchsfeld genutzt, auf dem die Marke unter Realbedingungen die ureigenen Qualitäten ihrer Armbanduhren unter Beweis stellen konnte. Ob auf dem Meer oder in den Tiefen der Ozeane, auf dem Gipfel der höchsten Berge oder an den Polen der Erde, Rolex hat die Eigenschaften seiner Uhren – Genauigkeit, Wasserdichtheit, Robustheit und Zuverlässigkeit – immer wieder unter Extrembedingungen auf den Prüfstand gestellt.

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EVEREST EXPEDITION, 1953 ©Rolex

Die Geschwindigkeit war ein weiteres Aktionsfeld für die Marke. 1935 erreichte Sir Malcolm Campbell mit einer Oyster am Handgelenk als erster Rennfahrer am Steuer seines Boliden Bluebird die magische Grenze von 300 Meilen pro Stunde (ungefähr 480 km/h). 1947 durchbrach der erste Mensch – ebenfalls mit einer Oyster – in seinem Raketenflugzeug die Schallmauer. In beiden Fällen wurde die Oyster einer extremen Beschleunigung und äußerst starken Vibrationen ausgesetzt, ohne dass ihre Eigenschaften dadurch beeinträchtigt wurden.

Ab den 1930er-Jahren war die Oyster bei zahlreichen Himalaja-Expeditionen dabei. Und eine von ihnen sollte Geschichte schreiben. 1953 erreichten Sir Edmund Hillary und Tensing Norgay als Mitglieder einer von Sir John Hunt geleiteten britischen Expedition als Erste den Gipfel des Mount Everest. Sie erweiterten damit die Liste außergewöhnlicher Persönlichkeiten, die mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem Streben nach Vollkommenheit Eigenschaften unter Beweis stellten, die für Rolex kennzeichnend sind.

ENTWICKLUNG DER PROFESSIONAL KOLLEKTION

In diesem Kontext einer intensiveren Erschließung der Welt und ausgehend von dem verstärkten Aufkommen neuer Tätigkeitsbereiche wie der zivilen Luftfahrt oder der Tiefseeforschung entwickelte Rolex im Laufe der 1950er-Jahre ein Konzept von Funktionsuhren, sogenannten „Professional“ Armbanduhren, die über bestimmte anwendungsspezifische Merkmale verfügen. So 1953 die Oyster Perpetual Explorer, erschienen direkt nach der Erstbesteigung des Mount Everest.

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ERSTE EXPLORER, 1953 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Oder die Taucheruhr Oyster Perpetual Submariner, die über eine drehbare graduierte Lünette verfügte, mit der sich die Tauchzeit messen ließ, garantiert wasserdicht bis 100 Meter Tiefe (in demselben Jahr dann auch bis 200 Meter Tiefe). Dann, im Jahre 1955, die Oyster Perpetual GMT-Master, die auf die speziellen Bedürfnisse von Linienpiloten zugeschnitten war: Sie benötigten ein Messinstrument, das mit dem zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger und der drehbaren Lünette mit 24-Stunden-Graduierung die Uhrzeit an verschiedenen Orten des Planeten anzeigen konnte. Dieses Modell wurde zur offiziellen Armbanduhr von mehreren Luftfahrtgesellschaften, darunter die berühmte Pan American World Airways, besser bekannt unter dem Namen Pan Am.

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ERSTE GMT-MASTER, 1955 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Im Jahre 1956 lancierte Rolex die Oyster Perpetual Milgauss, die durch ihre konstruktiven Merkmale widerstandsfähig gegen starke Magnetfelder war. Dieses Modell war insbesondere am Handgelenk von Wissenschaftlern der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf zu sehen. 1963 präsentierte Rolex den Cosmograph Daytona, einen Chronographen, der es mit seiner graduierten Tachymeterlünette ermöglichte, Zeitabstände zu messen und Durchschnitts-geschwindigkeiten zu berechnen.

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ERSTER COSMOGRAPH DAYTONA, 1963 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Uhren von Rolex waren auch weiterhin an Spitzenleistungen beteiligt. 1960 erreichte das von dem Schweizer Ozeanografen Jacques Piccard und dem amerikanischen Marineleutnant Don Walsh gesteuerte Tiefseetauchboot Trieste im Pazifik vor der Insel Guam im Marianengraben den tiefsten Punkt der Weltmeere, eine Rekordtiefe von 10.916 Metern. Außen an der Trieste war eine experimentelle Uhr, die Deep Sea Special, befestigt. Dieses experimentelle Oyster Modell hielt unbeschadet dem kolossalen Druck von über einer Tonne pro Quadratzentimeter stand und funktionierte auch nach dem Auftauchen perfekt.

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BATHYSKAPH TRIESTE, 1960 ©Rolex

1967 wurde die bis zu einer Tiefe von 610 Metern wasserdichte Oyster Perpetual Sea-Dweller vorgestellt. Im Hinblick auf die Bedürfnisse professioneller Tieftaucher war das Gehäuse mit einem patentierten Sicherheitsventil ausgestattet, damit die beim Tauchen in die Uhr eingedrungenen Gase während der langen Dekompressionsphasen in der Druckkammer ohne Gefahr für die Uhr entweichen konnten.

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ERSTE SEA-DWELLER, 1967
©Rolex/Jean-Daniel Meyer

JAHRE DER KONSOLIDIERUNG

Im Jahre 1960 starb Hans Wilsdorf. Er hinterließ ein beachtliches Lebenswerk, dessen Erfolg er für die Nachwelt zu erhalten verstanden hatte: 1945 hatte er in Genf die Hans Wilsdorf Stiftung gegründet, sie übernahm die Verantwortung für das Unternehmen. So war es Rolex möglich, in aller Unabhängigkeit den Aufschwung fortzusetzen und die Geschäfte mit dem Unternehmungsgeist und dem visionären Genie seines Gründers weiterzuführen.

1963 trat André J. Heiniger die Nachfolge von Hans Wilsdorf an, er nahm das Schicksal von Rolex in seine Hände und hielt dabei das Erbe lebendig. Dank seiner langjährigen Erfahrung in der Uhrenbranche trieb er mit viel strategischem Geschick die Geschäftsentwicklung weiter voran und verstärkte die Präsenz von Rolex weltweit. Unter seiner Führung wurde Rolex zu einer universellen und einer der prestigeträchtigsten Uhrenmarken in der ganzen Welt.

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HANS WILSDORF, CIRCA 1950 ©Rolex

1968 führte Rolex die Cellini Kollektion ein, in der alle von der Marke seit langem angebotenen Dresswatches zusammengefasst sind, die nicht zu den Oyster Modellen zählen. Der Name Cellini, der auf einen großen Renaissance-Künstler zurückgeht, den päpstlichen Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini, unterstreicht den edlen klassischen Charakter dieser eleganten Armbanduhren.

Als Ende der 1960er-Jahre die Quarztechnik aufkam, beteiligte sich Rolex aktiv an der Entwicklung des ersten Schweizer Quarzuhrwerks Béta 21. Im Jahre 1977 brachte das Unternehmen das Modell Oysterquartz auf den Markt, ausgestattet mit einem 100%igen Rolex Uhrwerk. Rolex entschied sich dann jedoch gegen die Versprechen dieser neuen Technologie und traf die strategische Entscheidung, der mechanischen Armbanduhr treu zu bleiben und sich weiterhin seinem Exzellenzbereich zu widmen.

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ERSTE GMT-MASTER II, 1982 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Die 1970er- und 1980er-Jahre waren vom Aufkommen der Oyster Professional Armbanduhren der zweiten Generation gekennzeichnet. 1971 erschien die Oyster Perpetual Explorer II, die für Höhlen- und Polarforscher gedacht war. Dank ihrem zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger und einer fest-stehenden Lünette mit 24-Stunden-Graduierung ermöglichte sie die Unterscheidung von Tag und Nacht. 1978 folgte eine neue, bis zu einer Tiefe von 1.220 Metern wasserdichte Sea-Dweller 4000. Im Jahre 1982 wurde die GMT-Master II vorgestellt.

PIONIERROLLE IN SPONSORING UND PHILANTHROPIE

In den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden wegbereitende Partnerschaften zwischen Rolex und verschiedenen Institutionen, Ausnahmesportlern und international renommierten Künstlern. Diese privilegierten Verbindungen markierten den Beginn des Sport- und Kultursponsorings.

Rolex trat auch auf philanthropischem Gebiet innovativ in Erscheinung. 1976, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Oyster, rief André J. Heiniger die Rolex Preise für Unternehmungsgeist insLeben. Mit diesen Auszeichnungen werden außergewöhnliche Frauen und Männer gefördert, die nach neuen Wegen suchen, um das Wissen der Menschheit zu vergrößern und die Lebensqualität der Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern.

VERTIKALE INTEGRATION

1992 erschien die Oyster Perpetual Yacht-Master. Diese Neuheit illustrierte die besonderen Verbindungen zwischen Rolex und der Welt des Segelsports. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Oyster Perpetual Pearlmaster präsentiert, ein neues Damenmodell der Oyster Kollektion.

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ERSTE YACHT-MASTER, 1992 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

In demselben Jahr übernahm Patrick Heiniger als Nachfolger seines Vaters die Leitung von Rolex. Unter seiner Führung nahm Rolex Mitte der 1990er-Jahre eine radikale Veränderung seiner Unternehmensstruktur vor und traf die strategisch wichtige Entscheidung zur vertikalen Integration durch Übernahme der wichtigsten Zulieferer: So blieb der außergewöhnliche Status von Rolex in der Welt der Uhrmacherkunst erhalten. Diese Entscheidung bedeutete auch, alle Tätigkeitsbereiche an vier speziell dazu errichteten oder umgebauten Industriestandorten in Genf und Biel zusammenzulegen. Die Standorte bestachen nicht nur durch ihre beeindruckenden Ausmaße, sondern standen auch als Betriebsstätten an der Spitze des technologischen Fortschritts. Rolex sicherte sich damit die Kontrolle über die Fertigung aller wichtigen Uhrenkomponenten – Uhrwerk, Gehäuse, Armband und Zifferblätter – und war gleichzeitig in der Lage, seine extrem hohen Qualitätsstandards dank exklusiver Anlagen noch besser umzusetzen.

Als unabhängiges und vertikalisiertes Unternehmen verfügte Rolex damit über einen außergewöhnlichen Produktionsapparat, in dem Uhrmacher, Ingenieure, Designer und andere Spezialisten eng bei der Konstruktion und der Fertigung der Uhren zusammenarbeiteten. In diesem Kontext entschied sich das Unternehmen zudem für eine eigene Gießerei, in der es seine speziellen Goldlegierungen gießen konnte.

PHILANTHROPISCHE TRADITION AUF IMMER NEUEN WEGEN

Das Engagement von Rolex im philanthropischen Bereich kam ebenfalls nicht zu kurz, im Jahre 2002 wurde eine neue einzigartige Initiative vorgestellt. Rolex rief auf Anregung von Patrick Heiniger ein Kunstförderprogramm ins Leben, die Rolex Mentor und Meisterschüler Initiative, um vielversprechenden jungen Künstlern unter der Obhut eines renommierten Meisters ihrer Kunstrichtung zur Entfaltung ihres schöpferischen Potenzials zu verhelfen. Diese Initiative ist eine von vielen philanthropischen Förderprogrammen und Initiativen des Rolex Institute.

EINE NEUE ÄRA FÜR DIE OYSTER

Durch die spektakuläre Neuorganisation des Produktionsapparates begann für die Oyster Anfang der 2000er-Jahre eine neue Ära. Die immer engere Verzahnung von traditionellem uhrmacherischen Know-how und Spitzentechnologie führte sowohl bei uhrmacherischen Baukonzepten als auch bei Materialien und Fertigungsverfahren zu einer neuen Reihe von Innovationen.

Im Jahre 2000 lancierte Rolex einen neuen Oyster Perpetual Cosmograph Daytona, in den das gesamte Rolex Know-how einfließt. Dieses Modell verfügte über ein neues, vollständig im Hause entwickeltes und gefertigtes Chronographenwerk und war mit einer von Rolex patentierten und hergestellten Parachrom-Spirale ausgestattet. Diese Spirale aus Niobium, Zirkonium und Sauerstoff bot im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen den Vorteil, dass sie um das Zehnfache stoßfester und unempfindlich gegenüber Magnetfeldern ist. Die Parachrom-Spirale wurde nach und nach bei sämtlichen Herren-Modellen der Oyster Kollektion eingeführt.

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ERSTER COSMOGRAPH DAYTONA, AUSGESTATTET MIT DEM UHRWERK 4130, 2000 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

2005 stellte Rolex eine neue, leicht überarbeitete Oyster Perpetual GMT-Master II vor. Auch sie war mit einer Parachrom-Spirale ausgestattet und verfügte zudem über eine neue Lünette mit schwarzer Cerachrom-Zahlenscheibe, eine weitere von Rolex patentierte Innovation der 2000er-Jahre. Das extrem harte, vollständig im Hause Rolex entwickelte und hergestellte Keramikmaterial der Cerachrom-Zahlenscheibe zeichnet sich dadurch aus, dass es korrosionsbeständig, praktisch kratzfest und auch im Sonnenlicht unter Einwirkung von UV-Strahlen farbbeständig ist.

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ERSTE MILGAUSS, 1956 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

2007 wurde die Oyster Perpetual Milgauss neu aufgelegt. Das Rolex Uhrwerk dieser gegen Magnetfelder unempfindlichen Uhr war durch einen Magnetschirm geschützt. Neben der Parachrom-Spirale enthielt dieses neue Uhrwerk ein paramagnetisches Ankerrad, das mit einer von Rolex eingesetzten revolutionären Technik zur Fertigung von Mikrokomponenten – UV-LiGA (Mikrofertigung durch Elektroformung) – aus einer Nickel-Phosphor-Legierung hergestellt wurde.

Rolex zeigte sich auch bei den uhrmacherischen Funktionalitäten innovativ. Der in demselben Jahr präsentierte Oyster Perpetual Yacht-Master II Regatta-Chronograph war weltweit die erste Armbanduhr, die mit einem einstellbaren Countdown mit mechanischem Speicher ausgestattet war. Diese neuartige Uhrenkomplikation besteht aus einem innovativen System, das dank einer von Rolex konzipierten und entwickelten drehbaren Ring Command-Lünette ein Wechselspiel zwischen Uhrwerk und Gehäuse ermöglicht.

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ERSTE YACHT-MASTER II, 2007 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Die Einführung der bis zu einer Extremtiefe von 3.900 Metern wasserdichten Oyster Perpetual Rolex Deepsea im Jahre 2008 symbolisierte die herausragende Stellung der Uhrenmanufaktur Rolex in puncto Wasserdichtheit. Garant dafür war eine neue von Rolex entwickelte Gehäusestruktur, das Ringlock-System: Ein innerhalb des Gehäuserahmens positionierter Ring hielt dem Wasserdruck auf dem Uhrglas und dem Gehäuseboden in großer Tiefe stand. Die Rolex Deepsea, eine Taucheruhr der neuen Generation, verfügte außerdem über ein Armband mit Rolex Glidelock-Schließe, einem patentierten System zur fein abgestuften Verlängerung des Armbandes, das es gestattete, die Uhr über einem Taucheranzug zu tragen.

HOMMAGE AN DIE WEIBLICHKEIT

Rolex bot bei seinen Armbanduhren von Beginn an eine große Auswahl an Damenmodellen an, doch besonders das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war geprägt von überschwänglicher Kreativität zum Thema Weiblichkeit.

Diese erschienen in immer neuen Ausführungen – mit oder ohne Edelsteinbesatz, in verschiedenen Größen, mit Zifferblättern mit Farben und Motiven voller Frische und Vitalität –, wie zum Beispiel die beiden Modelle Lady-Datejust und Pearlmaster, und verliehen der vornehmen Ästhetik der Oyster edlen Glanz.

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ERSTE LADY-DATEJUST PEARLMASTER, 1992 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Die von Rolex entwickelten Zifferblätter aus Perlmutt, mit Diamantindizes oder jene mit floralen Motiven zeugen in ihrer Vielfalt von der großen kreativen und technischen Meisterschaft der Marke, die den bei jeder Oyster angelegten Ansprüchen an Ganggenauigkeit, Wasserdichtheit, Robustheit und Zuverlässigkeit in nichts nachsteht.

AUF BESTEHENDEN ERFOLGEN AUFBAUEN

2009 führte Bruno Meier das Unternehmen durch eine Übergangsphase. 2011 wurde Gian Riccardo Marini, seit 2000 Managing Director von Rolex Italien, CEO der Rolex SA. Mit über vierzig Jahren Erfahrung innerhalb des Konzerns brachte er große Kenntnisse der Marke und ihrer Erzeugnisse mit sich.

SKY-DWELLER UND JAHRESKALENDER

Im Jahre 2012 präsentierte Rolex ein völlig neues, besonders innovatives Modell, die Oyster Perpetual Sky-Dweller. Technisch ein Meisterwerk, durch elf Patente geschützt, eine Armbanduhr im klassischen Stil für Weltreisende. Sie bot ein imposantes 42-mm-Gehäuse und eine intuitiv abzulesende wie leicht zu bedienende Anzeige einer zweiten Zeitzone auf dem Zifferblatt und einen raffinierten Jahreskalender, genannt Saros – in Anlehnung an das astronomische Phänomen, das als Inspiration diente –, der nur einer einzigen Datumskorrektur pro Jahr bedurfte. Zur einfachen und schnellen Einstellung dieser verschiedenen Funktionen verfügte die Sky-Dweller außerdem über eine innovative Schnittstelle, die drehbare Ring Command-Lünette.

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ERSTE SKY-DWELLER, 2012
©Rolex/Jean-Daniel Meyer

ABENTEUERGEIST UND TECHNOLOGIE

Mit langjähriger Expertise im Bereich der Tiefseeforschung beteiligte sich Rolex – ebenfalls im Jahre 2012 – gemeinsam mit der National Geographic Society aktiv an der Expedition DEEPSEA CHALLENGE des Regisseurs und Forschers James Cameron (Titanic, Avatar). Am 26. März 2012 tauchte diese Expedition auf 10.908 Meter in das Challengertief im Marianengraben hinab, dem tiefsten Punkt der Weltmeere im Pazifik südwestlich der Insel Guam.

Während des gesamten Tauchgangs wurde James Cameron von einer experimentellen Rolex Oyster begleitet, die am Greifarm des Tauchboots befestigt war: einer Oyster Perpetual Rolex Deepsea Challenge. Mit dieser Taucheruhr, die speziell für diesen Anlass entwickelt und hergestellt worden war, unterstreicht das Unternehmen seine führende Position als Hersteller wasserdichter Uhren.

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DEEP SEA SPECIAL, 1960 ©Rolex/Jean-Daniel Meyer

Die Expedition von James Cameron und mit ihr die Rolex Deepsea Challenge knüpfen direkt an die von dem Schweizer Ozeanografen Jacques Piccard und dem amerikanischen Marineleutnant Don Walsh geleitete Tiefsee-Expedition im Jahre 1960 an. An Bord des Tiefseetauchboots Trieste, einer Schweizer Konstruktion, hatten die beiden Männer – schon damals von einer experimentellen Rolex Oyster begleitet – am 23. Januar 1960 den tiefsten Punkt der Weltmeere erreicht.

NEUE CELLINI MODELLE

Rolex präsentierte 2014 die neue Cellini Kollektion, eine moderne Huldigung an die immerwährende Eleganz traditioneller Zeitmesser. In dieser neuen Kollektion ergänzen sich das Know-how und die Perfektionsansprüche von Rolex aufs Beste mit einem Ansatz, der dem uhrmacherischen Erbe in seiner zeitlosesten Form die Reverenz erweist.

UHRWERKE DER NEUEN GENERATION

Ab 2014 entwickelte Rolex mechanische Manufakturwerke der neuen Generation, die die Vorreiterrolle der Marke in der Uhrmacherkunst unterstreichen. 2014 präsentierte Rolex das neue Kaliber 2236, das über eine im Hause entwickelte Syloxispirale aus Silizium verfügt und mit bei Damenuhren außerordentlichen Leistungen aufwartet. Dieses vollständig von Rolex hergestellte mechanische Manufakturwerk mit automatischem Selbstaufzugsmechanismus begründet mit insgesamt fünf neuen Patenten eine neue Generation von Kalibern für Damenmodelle. Es setzt auf neue, innovative und patentierte Lösungen, die sich die Siliziumtechnologie zunutze machen – in Verbindung mit einer optimierten Form der Spiralfeder und effizient gestalteten Befestigungssystemen. Die Syloxispirale ist gegen Magnetfelder und Temperaturschwankungen unempfindlich und erweist sich auch bei Erschütterungen als äußerst stabil.

2015 präsentierte Rolex die neue Generation seines prestigeträchtigsten Modells, der Oyster Perpetual Day-Date. Sie verfügt über ein modernes Design und ein 40-mm-Gehäuse und ist mit einem Uhrwerk der neuen Generation ausgestattet: dem Kaliber 3255, das neue Maßstäbe bei der chronometrischen Leistung setzt.

Die 2015 eingeführten, durch 14 Patente geschützte Manufakturwerke Kaliber 3255 (mit Wochentag- und Datumsanzeige) und 3235 (mit Datumsanzeige) sind technische Meisterwerke, die durch fundamentale Fortschritte in Sachen Präzision, Gangreserve, Stoßfestigkeit, Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern, Bedienkomfort und Zuverlässigkeit bestechen.

Diese neuen Uhrwerke sind mit der neuen von Rolex patentierten Chronergy-Hemmung ausgestattet, die einen hohen energetischen Wirkungsgrad mit großer Funktionssicherheit vereint. Die aus einer Nickel-Phosphor-Legierung gefertigte Chronergy-Hemmung ist zudem absolut unempfindlich gegenüber Magnetfeldern. Dank des höheren Wirkungsgrads ihrer Hemmung und des neuen Aufbaus ihres hochleistungsfähigen Federhauses können die Kaliber 3255 und 3235 mit einer Gangreserve von circa 70 Stunden aufwarten.

ZERTIFIZIERUNG ALS CHRONOMETER DER SUPERLATIVE

2015 führte die Manufaktur Rolex ein neues internes Zertifizierungsverfahren für alle ihre Armbanduhren ein. Dieses Verfahren definiert das für die Marke typische Prädikat „Superlative Chronometer“ neu: die Rolex Chronometer werden nunmehr Prüfungskriterien unterzogen, die weit strenger sind als die Normen der Uhrenindustrie.

Die Zertifizierung wird an der fertig montierten Uhr vorgenommen und garantiert somit die Leistungen der Superlative in puncto Ganggenauigkeit, Wasserdichtheit, automatischen Selbstaufzugs und Gangreserve für den täglichen Einsatz. Die Gangtoleranz eines Rolex Chronometers der Superlative nach dem Einschalen liegt bei etwa –2/+2 Sekunden pro Tag, damit sind die Kriterien für die Präzision beim Tragen mehr als doppelt so streng wie die, die für eine offizielle Zertifizierung als Chronometer erfüllt werden müssen. Das grüne Siegel, mit dem jede Rolex Uhr versehen ist, bürgt für den Status „Chronometer der Superlative“ und ist mit einer internationalen Fünfjahresgarantie verbunden.

UNERMÜDLICHES STREBEN NACH PERFEKTION

Jedes der neuen, über die letzten Jahre hinweg entwickelten Oyster und Cellini Modelle ist das beispielhafte Produkt einer komplett integrierten und unabhängigen Uhrenmanufaktur, die ihre Werte unter Einsatz außergewöhnlicher Mittel kompromisslos und mit Leidenschaft zur Perfektion vertritt. Eine Aufgabe, die im Juni 2015 dem neuen CEO Jean-Frédéric Dufour – Nachfolger von Gian Riccardo Marini – zufiel.

Mit Jean-Frédéric Dufour übernahm es eine in der Uhrenbranche anerkannte und geachtete Persönlichkeit, als sechster CEO die Geschicke der Marke zu lenken. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Genf arbeitete er zunächst im Bankbereich in Hongkong, bevor er in die Schweiz zurückkehrte, wo er im Dienste prestigeträchtiger Marken eine bemerkenswerte Karriere begann. Aufgrund seiner Erfahrungen in der Branche ist er mit allen Aspekten des Uhrmachergewerbes vertraut – vom Produktionsbereich über Marketing und Entwicklung bis hin zum Verkauf.

Wie schon seine Vorgänger hat auch Jean-Frédéric Dufour es sich zum Ziel gesetzt, den Status der Marke weltweit zu stärken und die Geschichte von Rolex, in der Tradition, Prestige und Spitzentechnologie vereint sind, weiterzuschreiben. Ein wundervolles Abenteuer, geprägt von Schönheit, Exzellenz und Genialität – und reich an bedeutenden Innovationen.
So schlagen Rolex und die Oyster immer neue, überaus faszinierende Kapitel in der Geschichte der Uhrmacherkunst auf.

In jeder Stunde, jeder Minute, jedem Augenblick …