Köln: Das ist zweifellos eine weltoffene, legere Stadt mit internationalem Flair, die sich die rheinländische Lässigkeit genauso bewahrt hat, wie deutsche Gemütlichkeit. Kein Wunder, dass sich viele Touristen in dieser Stadt tummeln und dieses gewisse deutsche Etwas genießen. Ob Holländer, Amerikaner, Franzosen, ob Deutsche aus anderen Bundesländern – sie alle mögen diese Stadt. Und im Dezember bereichern zweifellos die attraktiven Kölner Weihnachtsmärkte die rheinländische Metropole. Dass nicht nur Köln an sich ein Reise wert ist, sondern auch die Weihnachtsmärkte, das hat sich herumgesprochen. Deshalb machen sich immer mehr Menschen an den Adventswochenenden gern nach Köln auf.

Weihnachtsmarkt Köln: Das bedeutet zunächst, dass es mehrere große Weihnachtsmärkte in Köln gibt, ein weiteres Dutzend Märkte in den Stadtteilen und es existieren auch noch zum Teil recht ausgefallene Weihnachtsmärkte alternativer Art.

Weihnachtsmarkt am Kölner Dom
Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom und die Weihnachtsmärkte in der Umgebung

Der Markt am Dom

Der größte und bekannteste Weihnachtsmarkt ist zweifellos der Markt am Dom. Gewaltig ist der riesige Weihnachtsbaum und gewaltig ist das Angebot: Rund 150 Stände sollen es sein. Hier wird das gesamte Spektrum angeboten. Das reicht von kulinarischen, weihnachtstypischen Klassikern über Traditionelles wie Gulasch- oder Erbsensuppe bis hin zu allen möglichen Sorten Fastfood. Händler, aber auch Künstler verkaufen an ansehnlichen Ständen ihre Waren. Jede Menge Getränkestände mit Glühwein, Punsch und Co gibt es, strategisch günstig liegen einige weltbekannte Kneipen. Wer keine Lust mehr auf Weihnachten hat, kann sich dort kurzfristig bei einem Kölsch mit Freunden erholen. Klare Sache, dass dieser Markt sehr gut besucht ist….

Heinzelmännchen-Markt in der Altstadt

Eine besondere Kölner Attraktion bildet sicherlich der Altstadt-Weihnachtsmarkt, der ebenfallls vom 27. November bis 23. Dezember stattfindet. Immer täglich, von 11 bis 22 Uhr, wird in den Gassen der Altstadt unter der Überschrift Heinzelmännchen, die hier ihre Heimstatt haben sollen, ein mehr als ansehnlicher Weihnachtsmarkt veranstaltet, der Touristen und Einheimische anzieht.

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Die Handwerkergasse auf dem Weihnachtsmarkt in der Kölner Altstadt

In den Gässchen gibt es themenbezogene handwerklich ausgerichtete Angebote. Das kann Spielzeug sein aber auch eine bestimmte Handwerkskunst oder eben Naschwerk. Zudem gibt es eine Art Eisparcours, der sich über diesen Markt zieht und eine eigene Attraktion bildet. Da ist eine große Eislauffläche zu finden, Eislaufbahnen aber auch Flächen zum Eisstockschießen. Eisshows werden hier gezeigt und der Eisparcours ist sogar bis in den Januar hinein geöffnet. Also: Nicht nur passiv konsumieren – hier können die Besucher durchaus auch aktiv werden.

 

Weihnachtsmarkt am Neumarkt

Wer ein weihnachtliches Lichterfest erleben möchte, der ist auf dem Weihnachtsmarkt am Neumarkt an der richtigen Adresse. Das Ambiente dieses Marktes ist schick anzusehen. Liebevoll designte Häuschen, die besondere Beleuchtung unterstreicht die weihnachtliche Stimmung. Nicht ohne Grund wird dieser Markt als Augenschmaus beschrieben.Beleuchtete Holzsterne, jede Menge Engelsfiguren und an einen Lichterwald erinnernde Beleuchtung sorgen dafür, dass sich der Besucher diesem Lichterglanz ergeben kann. Hier kann er zur Besinnung kommen. Geöffnet ist dieser bekannte Markt ebenfalls vom 27. November bis 23. Dezember, unter der Woche ist der Markt von 11 bis 21 Uhr geöffnet, von Freitag bis Sonntag ist er eine Stunde länger auf.

Das Nikolausdorf

60 niedliche Fachwerkhäuschen bilden eine kleine weihnachtliche Stadt im sogenannten Nikolausdorf am Rudolfsplatz. Auch hier sorgt eine tolle Beleuchtung für eine besondere Atmosphäre. Überall sind kleine Lichtfunken aus LED-Birnchen angebracht. Es gibt ein besonderes, beheiztes Gebäude, das sogenannte Nikolaus-Häuschen. Hier können sich Kinder aufwärmen, sie werden zudem kostenlos beschäftigt, hier können sie noch schnell einen Brief an den Nikolaus schreiben, zudem gibt es dort ein großes Kreativ-Angebot. Da kümmern sich Künstler aus dem Design-Bereich. Kinder können mit Fotografen oder Malern arbeiten. Klare Sache, dass sich hier auch der Nikolaus blicken lässt. Jeden Tag soll er dort vorbeischauen. Auch Puppe Niko – Symbolfigur für diesen Markt – hat in der sogenannten Dorfkapelle des Nikolausdorfes seinen Auftritt. Klare Sache, dass dort natürlich die Weihnachtsgeschichte erzählt wird. Es gibt sogar eine offizielle Eröffnung dieses Marktes am 28. November. Cat Ballou, die rheinländische Band, steht dann auf der Bühne. Der Markt startet am 27. November, die Öffnungszeiten sind sonntags bis donnerstags, von 11 bis 21 Uhr, freitags von 11 bis 22 Uhr und samstags, von 10 bis 22 Uhr.

Weihnachtsmarkt am Hafen

Am Kölner Hafen gibt es zudem einen weiteren Weihnachtsmarkt, der für Besucher ein mehr als lohnendes Ziel bildet. Der ist gleich in der Nähe des Schokoladenmuseums und wegen der Nähe zum Hafen gibt es hier ein spezielles Ambiente. Hier ist das Thema eben weihnachtlich-maritim. Zelte mit segelförmigen Dächern geben dem ganzen diese spezielle Note. Mit 80 Ständen gehört diese Location auch zu den größeren Weihnachtsmärkten. Natürlich ist hier überall das klassische Weihnachtsangebot zu finden, es gibt aber dennoch ein spezielles Hafenangebot: Fischspezialitäten einmal weihnachtlich angehaucht. Ein Sternekoch ist aktiv und kocht live Fischspezialitäten mit entsprechenden Zutaten; das klassische Fischbrötchen ist aber genauso zu haben wie gebratener Lachs vom offenen Feuer. Nie waren sich Meer, Fluss und Weihnachten so nah wie in Köln. Glühwein, natürlich in einer besonderen Ausführung, Glühbier oder Feuerzangenbowle gibt es auf den Holzschiff Trudel. Um das ganze abzurunden, ist auf diesem Markt noch ein großes beheiztes Zelt vorhanden. Dort präsentieren Kunsthandwerker ihre Waren. Wer es also weihnachtsmarkttechnisch mal etwas ganz anders möchte, der ist hier sicher richtig. Die Veranstalter haben zudem für ein Unterhaltungsprogramm gesorgt. Piratenmäßig verkleidete Jongleure zeigen ihre Kunst und die Rheinpiraten warten für Kinder mit ihren Geschichten auf. Ein ganz spezieller Gag dürfte sicher die Hochzeit auf Probe sein, welche man auf dem großen Boot feiern kann – mit Zertifikat, versteht sich. Dieser Markt startet bereits am 24. November, er endet am 23. Dezember. Sonntags bis donnerstags ist der von 11 bis 21 Uhr geöffnet, freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr, Totensonntag geschlossen)





 

Hafen-Weihnachtsmarkt Schokolademuseum Koeln
Kölner Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum | © Tobias Habich

 

Der Weihnachtsmarkt im Stadtgarten

Weihnachtsmarkt im Stadtgarten nennt sich eine weitere Anlaufstelle. Auch das ist ein recht großer Markt mit 90 Ausstellern. Er liegt im sogenannten belgischen Viertel, das derzeit in Köln ziemlich angesagt sein soll. Entsprechendes Publikum findet sich hier und viele Einheimische gehen gerne dorthin. Das Angebot ist speziell. Ob Kunst ob Mode, edles Design und sämtliche klassischen Weihnachtsartikel. All das findet sich hier. Fantastisch ist der Lichterschmuck und selbstverständlich haben die Veranstalter für ein ansprechendes Programm gesorgt: Live-Musik von der Band „Fürchtet euch nicht“ wird gespielt, für Kinder werden täglich Puppentheateraufführungen angeboten und Geschichten präsentiert. Auch der Nikolaus soll dort unterwegs sein. Zu essen gibt es reichlich. Meistens ist das Angebot deftig: Eintöpfe, Raclette, Pfannkuchen, Flammkuchen oder eben Waffeln und Glühwein. Verhungern muss dort niemand.

Der kleine Weihnachtsmarkt

In der Großstadt Köln bleibt das weihnachtliche Angebot nicht nur auf die großen Märkte beschränkt. In den diversen Veedels gibts ebenfalls viel zu sehen. Einige Märkte habe zum Teil aber eher Basarcharakter und sind auf einzelne Wochenenden beschränkt. Es gibt da noch den kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt in der Kölner Südstadt im Innenhof der dortigen Lutherkirche, vom 22. November bis 22. Dezember. Wer dort Glühwein konsumiert, der tut Gutes, denn der Erlös kommt sozialen Projekten zugute.

Mittelalterlicher Markt

In Köln-Porz gibt es immerhin ein Angebot von 50 Ständen am mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, der am 24. und 25. November stattfindet. Hier gibt es Handwerk aus alter Zeit zu bewundern, entsprechend gewandet sind die Verkäufer und Handwerker. Es stehen diverse Vorführungen auf dem Programm und Mitmachaktionen. Der Markt ist freitags, von 17 bis 19 Uhr und samstags, von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Eine Alternative

Auch das gibt es selbstverständlich in Köln: Alternativen zum Üblichen. Da ist zum Beispiel der Super-Markt, der am 17. und 18. Dezember im Barthonia Showroom an der Vogelsanger Gasse veranstaltet wird. Hier gibt an den beiden Tagen von 11 bis 19 Uhr. Alternativen zum Weihnachtsgeflimmer: Handgemachtes Design, nicht alltägliche Mode hat man hier im Angebot. Und das Essen ist bio. Der Eintritt kostet 3 Euro.



Christmas Avenue

Auch das bedeutet Weihnachtsmarkt Köln: Nicht zu übersehen ist der Christmas Avenue Weihnachtsmarkt in Köln. Es ist ein schwul-lesbischer Weihnachtsmarkt, der sicher seinesgleichen sucht. Zwischen Rudolfplatz und Schaafenstraße wurde – bisher – immer ein buntes Bühnen-Programm und ausgelassene Stimmung für Jedermann geboten.

Weihnachtsmarkt in der Südstadt

Der Weihnachtsmarkt auf dem Chlodwig-Platz ist ein Markt in der Kölner Südstadt. Dort präsentieren die örtlichen Händler ein Angebot – in diesem Jahr vom 21. November bis 23. Dezember, täglich von 11 bis 23 Uhr. Werbung machen sie derzeit für die größte Feuerzangenbowle der Welt, zudem sorgen Chöre aus dem Veedel auf der Bühne für Unterhaltung. Auch Vereine beteiligen sich an diesem Adventsmarkt. Klar ist, wer diesen Markt besucht, der erlebt ein Stück authentisches Köln.

Der Unikat Weihnachtsmarkt

Nicht weit von Köln, in Bergisch Gladbach, im Schloss Bensberg, findet sich der Unikat Weihnachtsmarkt. Allein das Ambiente macht diesen Markt zu einem besonderen Stück Weihnachtskultur. 50 Aussteller zeigen, was das weihnachtlich gestimmte Herz begehrt und noch mehr. Präsentiert werden hier vor allem auch regionale Produkte in kleinen gemütlichen Häuschen. Dazu haben die Veranstalter wieder 40 kunsthandwerkliche Aussteller gewinnen können, die ausgesuchte Ware zeigen und verkaufen. Es gibt Elegantes von kreativen, leidenschaftlichen Hobbydesignern, Unikate eben, die Weihnachtsmarktbesucher in dieser Form nicht überall finden. Auch das Essen auf diesem Weihnachtsmarkt ist keine Massenware – liebevoll zubereitetes pulled Pork, Burger, Flammkuchen, Waffeln von der Bergischen Kaffeetafel und spezielle für diesen Markt kreierte Bratwürste. Mit Sorgfalt haben sich die Veranstalter die Aussteller ausgesucht. Sie haben darauf geachtet, dass sie etwas Besonderes herstellen, ansehnlich und in kleiner Auflage. Präsentiert wird das ganze in Fachwerkhütten und Pagodenzelten, die wunderbar in die Kulisse passen. Unter dem Strich zeigen 90 Aussteller im Rahmen des Concept Store, was sie zu bieten haben. Unabhängig davon finden die Besucher natürlich auch das klassisch weihnachtliche Programm. Der Unikat Weihnachtsmarkt ist am 3. Adventswochenende und findet vom 15. bis 17. Dezember statt. An dem Freitag ist von 16 bis 21 Uhr geöffnet; Samstag, von 12 bis 21 Uhr; Sonntag, von 11 bis 21 Uhr; Der Eintritt beträgt 8 Euro, am Eröffnungstag 6 Euro.

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